"ARCHE NOAH" FÜR NUTZPFLANZEN
Das was Ötzi wohl eher unfreiwillig vorgemacht hat, die Konservierung im ewigen Eis, wird auf Spitzbergen kopiert. Allerdings technisch aufwändiger. Bei Longyearbyen auf Spitz-bergen entsteht im Permafrost der größte Speicher für Samen und Zellgut von Nutzpflanzen.
Hier gelagertes Saatgut von 21 Nutzpflanzen soll sicher geschützt, Naturkatastrophen, Epidemien oder notfalls auch Atomkriege überdauern.

21 Nutzpflanzen? Das hört sich nicht gerade nach viel an, angesichts eines derartigen Aufwand. Bedenkt man allerdings, dass jede Pflanzenart in ihrer gesamten Artenvielfalt konserviert werden soll, wird die Dimension des Unternehmens verständlicher. Mehrere Millionen Saatgutproben sollen in den Tresor eingelagert werden. Mehrere Millionen, diesmal Euro, verschlingt der Tresor ebenfalls. Unter anderem wird das Projekt mit 37,5 Millionen Dollar von der Bill und Melinda Gates Foundation unterstützt.

So prominent gefördert soll die Arche Noah für Pflanzen bereits 2008 für die Aufnahme von Samengut zur Verfügung stehen. Kritische Geister warnen allerdings davor sich zu sehr auf eine zentrale Samenbank zu verlassen und fordern den Aufbau und Unterstützung vieler - global verteilten - kleinerer Speicher.


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